mtakuja.com

Ihr werdet wiederkommen!

Schule für (Massai-)Jungen

Hoffnung auf SchulbildungHauptziel der Zusammenarbeit mit den Menschen in Landanai ist die Errichtung einer Schule. Und zwar einer besonderen Form. Grundsätzlich besteht Schulpflicht in Tansania. Die Istsituation für (Massai-)Kinder verhindert jedoch in der Regel einen Schulbesuch. Warum? Zunächst, weil die Geburt gerade der Massaikinder mehrheitlich nicht registriert und damit die Einschulungsgrenze von max. 10 Jahren vielfach versäumt wird. Dann, weil die langen Schulwege (oft bis 15 km je Hin- und Rückweg, zu Fuß) die Leistungsfähigkeit be-/verhindern. Können die Massai eine Schule besuchen, bestehen Verständigungsprobleme mangels Kiswahili-Kenntnisse. Und: Klassen sind i.d.R. restlos überfüllt (Sitzplätze nur für die Hälfte der Kinder).

Projektidee

Bau einer (Privat-)Schule

Warten auf eine SchuleIn Tansania erlaubt der Staat derzeit die Gründung von Schulen, die in einem speziellen Programm Kinder, die älter als 10 Jahre sind, die reguläre Einschulung also versäumt haben, in nur 3 (statt der üblichen 6-7 Jahren) auf den „Volksschulabschluss“ vorbereiten. Mit dem Bau einer solchen Schule werden nun in Landanai (Massai-) Kinder gefördert. Und zwar vornehmlich Jungen zur Sicherung des Bildungsstandards des (Haupt-) Erwerbsträgers in Familien. Hierdurch können spätere Konflikte vermieden werden, weil vergleichbare Projekte für Mädchen bereits existent sind und genutzt werden. Durch eine Kombination theoretischer und praktischer Ausbildung mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft / Selbstversorgung werden spätere tatsächlich mögliche und sinnvolle Anwendungsgebiete einbezogen. Die Form der Privatschule befreit den Staat von Finanzierungsverpflichtungen, eröffnet aber die Möglichkeit einer freien Lehrerauswahl und einer Mitbestimmung beim Lehrstoff.
Die Genehmigung der Districtbehörde wurde Anfang 2004 erteilt.

Realisierungsplan

  • Voraussetzung:  Schaffung der neuen Wasserversorgung
  • Gründung eines „Schulkomitees“

Im „Schulkomitee“ werden Verantwortliche vor Ort (möglichst auch des Erzbistums Arusha) eingebunden. Sie planen den Schulbetrieb, die Unterbringungsmöglichkeiten und wählen Schüler wie Lehrer aus. So wurde bereits entschieden, dass mit einer ersten Klasse von bis zu 20 Schülern Anfang 2005 gestartet wird. Die Errichtung des Klassenraumes erfolgt auf dem Gelände der Pfarrei am Ortsrand. Das Unterkunftshaus für die Schüler und den Lehrer samt Kochstelle, Ess- und Schlafräume wird hingegen in einer der Nachbarschaften des Dorfes gebaut. Dadurch werden Schüler, aber auch das Projekt besser in das Dorf integriert. Die Nachbarschaften werden zugleich an anfallenden Arbeiten (Baumaßnahmen, späterer Unterhalt, Küchenbetrieb) beteiligt.

Baumaßnahmen

Unterkunftshaus

Unterkunftshaus

Das erste Unterkunftshaus (»Boma Dionisi«) und ein Klassenraum sind in 2004 errichtet worden. Wenn erste Erfahrungen gesammelt werden konnten und finanzielle Möglichkeiten bestehen, soll jährlich eine Klasse installiert werden, und zwar jeweils 3 Jahre lang, so dass nach einem Komplettdurchgang immer eine neue Ausbildungseinheit startet. Wiederholungen sind damit möglich. Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen vor Ort werden über Jahre eröffnet. So jedenfalls das Ziel. Dessen Erreichung hängt im wesentlichen von der Beschaffung notwendiger Mittel ab. Die Menschen freuen sich bereits. Hoffnung erleichtert Leben.

  • Schulstart

Im Oktober 2004 sind 22 Schüler und ein Lehrer ins Unterkunftshaus eingezogen. Zunächst erhielten die Kinder Sprachunterricht in Kiswahili.

Schulhaus

Den offiziellen Schulbetrieb hat die erste Klasse im Januar 2005 aufgenommen.

  • Aufwand
  • Baumaßnahmen je Schuljahr (Unterkunft Schüler/Lehrer, Klassenraum):
    rd. 23.000 Euro/Jahrgang (Ziel: 3 Jahrgänge)
  • Zuschuss Lebensunterhalt, Schulmaterial für Schüler:
    rd. 360 Euro/Jahr pro Schüler für 3 Jahre
  • Zuschuss Lehrer:
    rd. 1.000 Euro/Jahr

Wäre eine Schüler(Teil)patenschaft nicht etwas für Sie?